Danuvius Haus Ingolstadt

Die Danuvius Klinik GmbH® betreibt seit dem Jahr 2005 das Danuvius Haus® Ingolstadt (Spezialpflegeheim für Demenzkranke) mit 48 Bewohnern und angeschlossener Tagespflege. Über die letzten Jahre hat sich die Danuvius Klinik GmbH® mit ihren Mitarbeitern durch diese innovative Einrichtung in der Betreuung von Demenzkranken eine hohe Kompetenz und regionale wie überregionale Anerkennung in der Betreuung von Demenzkranken erworben. Unser einfühlsames Pflegekonzept will vor allem ein Zuhause schaffen. Im Rahmen des Landeswettbewerbs „Frei Mut – Verantwortungsvoller Umgang mit freiheitsentziehenden Maßnahmen“ haben wir 2007 den ersten Platz gewonnen.

Menschen mit Demenz suchen Sicherheit und Geborgenheit, brauchen Stimulation ihrer Wahrnehmung, aber auch Rückzugsmöglichkeiten: alles Einflussfaktoren, die in unserem Wohnkonzept zusammenfließen und sich in der Aufteilung der Räumlichkeiten widerspiegeln.

Durch eine klare Struktur und Kontinuität möchten wir unseren Bewohnern Sicherheit vermitteln und die bestehenden Fähigkeiten und Kompetenzen so lange wie möglich erhalten. Feste Strukturen und der beständig gleiche Ablauf bei der Körperpflege und den Mahlzeiten, tageszeitliche und personale Stetigkeit bieten Menschen mit Demenz sozialen und psychischen Halt. Das Gewohnt- und Vertrautsein mit täglich wiederkehrenden Strukturen schafft das Gefühl, die Lebensumstände vorhersehen und kontrollieren zu können.

Die Bewohner verbringen den Großteil des Tages in ihrer Gruppe. Dort knüpfen sie soziale Kontakte, erfahren Anregungen zur Beschäftigung und erleben sich als Teil einer Gemeinschaft. Während des ganzen Tages wird die Präsenz einer Pflegekraft im Gemeinschaftsbereich gewährleistet. Die Pflegekräfte der jeweiligen Wohngruppe sowie eine Ergotherapeutin kümmern sich um die soziale Betreuung unserer Bewohner.

Die ärztliche Betreuung erfolgt über die jeweiligen Hausärzte. Die Zusammenarbeit mit der niedergelassenen Ärztin Frau Dr. Hildegund Weber (AIDA) gewährleistet zudem die kontinuierliche psychiatrische Versorgung. Frau Dr. Weber kommt wöchentlich zur Visite in das Danuvius Haus und steht auch darüber hinaus als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Auch in unserer Tagepflege wollen wir unseren Gästen Geborgenheit und Sicherheit vermitteln. Hier liegt der Schwerpunkt in der gemeinsamen Gestaltung des Alltags. Dazu gehören u.a. die Vorbereitung der Mahlzeiten, Zeitunglesen, Spaziergänge und gemeinsames Singen. Religiöse Rituale und die Gestaltung des Kirchenjahres sind ein weiterer wichtiger Bestandteil der Begleitung.

Unsere Philosophie – Werdenfelser Weg

Was ist die wichtigste Entscheidung im Zusammenhang mit der Vermeidung von Gurten, Bettgittern und anderen Fixierungen für Heimbewohner?

Die allererste Entscheidung: die Auswahl einer Einrichtung mit der richtigen Grundeinstellung, mit einer gelebten Pflegekultur der Fixierungsvermeidung.

Unser Haus hat sich zum Ziel gesetzt, auf Bettgitter, Bauchgurte oder Vorsatztische als freiheitsentziehende Maßnahme unserer Bewohner so weit zu verzichten, wie dies menschlich und fachlich vertretbar ist. Wir distanzieren uns von Anwendungen, die aus Gründen der Arbeitserleichterung oder haftungsrechtlichen Ängsten motiviert sind.

Wir orientieren uns insofern an einer professionsübergreifenden bundesweiten Initiative, dem Werdenfelser Weg, mit  dem gemeinsamen Ziel aller Verantwortungsträger zur weitestgehenden Vermeidung von Fixierungen.  Dafür erbringen wir in gemeinsamer Verantwortung besondere Anstrengungen im Interesse unserer Bewohner.

Der Werdenfelser Weg wurde mit dem Janssen Zukunftspreis 2012 ausgezeichnet als ein bundesweit zukunftsweisendes Projekt  als „deutschlandweit erste rechtliche Grundlage für die Vermeidung von Fixierungsmaßnahmen bei pflegebedürftigen Menschen“. Als “Gesundheits-Nobelpreis” – wie ihn die Presse genannt hat– würdigt er Innovationen, „die dem deutschen Gesundheitswesen mit ihren innovativen Ideen und bemerkenswerten Leistungen einen entscheidenden Impuls geben”.

Die Justizminister aller Bundesländer und des Bundes haben im Herbst 2011 auf der Justizministerkonferenz in Berlin einen einstimmigen Beschluss zur ideellen Unterstützung des Ansatzes gefasst.

Wir gehen den Weg mit, haben Führungskräfte geschult und nehmen  an einem regelmäßigen bundesweiten Informationsaustausch zur Diskussion von  schwierigen Pflegefachfragen aktiv teil.

Nähere Informationen zur Initiative Werdenfelser Weg finden Sie gerne auf deren Homepage: Werdenfelser Weg