Station 3 – Krisenintervention

Es stehen 20 vollstationäre Behandlungsplätze zur Verfügung. Auf unserer offen geführten Kriseninterventionsstation können Patienten mit nahezu allen psychiatrischen Erkrankungen aufgenommen werden.
Die rasche und nach Möglichkeit kurze Behandlung akut aufgetretener Beschwerden steht im Mittelpunkt. Dabei kann es sich sowohl um eine akute Verschlechterung einer bereits bestehenden Erkrankung handeln als auch z. B. um psychische Beschwerden im Rahmen psychosozialer Belastungen. Darüber hinaus werden auf unserer Station aber auch psychische Störungen behandelt, die nicht einer Krisenintervention sondern einer ausführlicheren psychiatrischen Behandlung im offenen Rahmen bedürfen.

Indikationsstellungen:

  • akute psychische Krisen und psychiatrischen Erkrankungen, für die ambulante Hilfe nicht mehr ausreicht

Ausschlusskriterien:

  • akute Selbst- oder Fremdgefährdung
  • Patienten, die jünger als 18 Jahre sind
  • körperliche Erkrankungen, die einer intensiven Überwachung bedürfen
  • ausgeprägte dementielle Störungen
  • Konsum illegaler Drogen

Behandlungsziele und Therapieangebot

Behandlungsziele: Die Behandlung erfolgt auf Basis individuell gesetzter Schwerpunkte. Nach Diagnostik des aktuellen Beschwerdebildes erfolgt die

  • Erarbeitung realistischer Therapieziele
  • Erarbeitung eines emotionalen Zugangs zu aktuellen Lebenskrisen und Konflikten
  • Besserung der psychischen Beschwerden
  • Steigerung und Stabilisierung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Verbesserung des Selbstwertgefühls (Förderung der eigenen Kreativität, Entscheidungsfähigkeit, Förderung der eigenen Stärken)
  • Förderung von Eigeninitiative, Selbstverantwortlichkeit sowie Erhöhung der Eigenaktivität
  • Förderung der sozialen Kompetenz durch Vermeidung von Isolation und Erarbeitung von Kontaktmöglichkeiten
  • Einbeziehung und Unterstützung der Angehörigen
  • Erarbeitung realitätsgerechter, praktischer Lebens- und Zukunftsperspektiven

Die Behandlung setzt sich aus psychotherapeutischen, medikamentösen, tagesstrukturierenden und ressourcenorientierten Therapiebausteinen zusammen. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Zusammenarbeit zwischen Therapeuten und Patienten im Sinne einer partnerschaftlichen Therapieplanung und -durchführung gelegt.

Therapieangebot:

  • Einzel- und Familiengespräche mit dem Bezugstherapeuten
  • angemessene medikamentöse Therapie
  • pflegerische Betreuung
  • Nonverbale Therapien – Ergotherapie, Musiktherapie, Stimmmeditation, Milieutherapie, Kochgruppe, Dramatherapie
  • Körperbezogene Therapien – Yoga, Qi-Gong, Nordic Walking, Physiotherapie, Entspannungsverfahren
  • Psychotherapeutische Gruppen – Depressionsbewältigung, Soziales Kompetenztraining, Psychoedukation
  • sozialpädagogische Beratung und Unterstützung durch den Sozialdienst

Das therapeutische Team:

Oberärztin: Stephanie Dörken