Station 1 – Akutpsychiatrie

(beschützter Bereich)

Es stehen 20 vollstationäre Behandlungsplätze zur Verfügung. Aufgenommen werden akute und krisenhafte Ausprägungen nahezu aller psychiatrischer Krankheitsbilder.

Primäre Indikationsstellungen für den beschützten Bereich sind:

  • Suizidalität
  • akute Psychose
  • schwere Depressionen
  • hirnorganische Störungen
  • Entgiftungsbehandlung (Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit)
  • alle anderen psychiatrischen Störungen, die aufgrund ihrer Ausprägung einer besonders intensiven pflegerischen / ärztlichen Betreuung bedürfen

Ausschlusskriterien:

  • Patienten, die jünger als 18 Jahre sind
  • körperlich Kranke, die primär einer intensiven medizinischen Überwachung bedürfen
  • Patienten mit Abhängigkeit von illegalen Drogen
  • Patienten mit im Vordergrund stehender Fremdaggression
  • forensische Patienten

Behandlungsziele und Therapieangebot

Primär wird ein rasches Abklingen der Symptomatik angestrebt. Zu den Behandlungszielen gehören:

  • Linderung von Anspannung, Unruhe, Aggression und Ängsten
  • Entwicklung eines Krankheitsverständnisses
  • Stärkung der Behandlungsbereitschaft
  • Organisation einer entsprechenden Weiterbehandlung im Haus oder in ergänzenden Einrichtungen

Das Therapieangebot setzt sich wie folgt zusammen:

  • Aufnahmegespräch mit ärztlichen und psychologischen Therapeuten
  • sorgfältige Diagnostik
  • Vermittlung von Informationen über das Krankheitsbild
  • Einzel- und Familiengespräche mit dem ärztlichen und psychologischen Therapeuten
  • Aktivierung und Auseinandersetzung mit der Krankheit und deren Bewältigung (die eingesetzten Methoden werden vom Bezugstherapeuten für jeden Patienten individuell zusammengestellt.)
  • medikamentöse Therapie
  • pflegerische Betreuung
  • nonverbale Therapien:  Ergotherapie , Beschäftigungstherapie, Kunsttherapie , Musiktherapie , Physiotherapie
  • supportive Psychotherapie
  • psychotherapeutische Gruppen (zum Teil stationsübergreifend)
  • sozialpädagogische Beratung und Unterstützung durch den Sozialdienst
  • Angehörigengruppe
  • Vorbereitung auf die Entlassung

Darüber hinaus wird gemeinsam mit dem Sozialdienst im Bedarfsfall eine soziale und berufliche Reintegration geplant.
Im Allgemeinen ist die Krisenintervention auf einen stationären Aufenthalt von 5 – 10 Werktagen beschränkt. Je nach Krankheitsbild und Erkrankungsschwere kann die Behandlung allerdings auch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Anschließend erfolgt, je nach individuellem Bedarf, bei ausreichender Stabilisierung die Entlassung in die ambulante Behandlung oder die Weitervermittlung in andere stationäre Bereiche.

Das therapeutische Team

Oberarzt: Dr. Philipp Holter
Stationsleitung Pflege: Annina Gogl