Tagklinik Ingolstadt

Unsere Tagklinik am Standort Ingolstadt ist eine teilstationäre, gemeindenahe Einrichtung zur akuten Behandlung von Menschen mit Lebenskrisen und psychischen Erkrankungen. Die Tagklinik steht unter der oberärztlichen Leitung von Dr. Stefan Schertl.

Therapieangebot und Behandlungsziele

Für jeden Patienten wird ein individuelles Therapieprogramm erstellt, das sich an den persönlichen Beschwerden und Bedürfnissen orientiert. Es werden Patienten aufgenommen, die keiner vollstationären Behandlung bedürfen, die jedoch ambulant nicht ausreichend behandelt werden können.

In unserer Tagklinik behandeln wir Patientinnen und Patienten mit:

  • Angsterkrankungen
  • Depressionen und manisch-depressiven Erkrankungen
  • Essstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Posttraumatischen Belastungsstörungen
  • Somatoformen Störungen
  • Zwangsstörungen
  • Schizophrenen oder psychotischen Erkrankungen
  • Akuten Krisen

Voraussetzungen für eine tagklinische Behandlung sind:

  • die Möglichkeit und Fähigkeit täglich die Wegstrecke zur Tagklinik und wieder nach Hause zurücklegen zu können
  • die Fähigkeit, die Abende und Wochenenden gestalten und strukturieren zu können
  • die Versorgungsmöglichkeit im häuslichen Umfeld
  • eine weitgehende körperliche Mobilität und Selbständigkeit
  • die Bereitschaft zur Teilnahme an den Therapien
  • die Teilnahme an einem Vorgespräch zur Klärung der Voraussetzungen

Multiprofessionelle Therapie von Essstörungen

Wir bieten im Rahmen eines tagklinischen Aufenthaltes ein verhaltenstherapeutisch ausgerichtetes Therapieprogramm zur Behandlung von Essstörungen aus dem gesamten Spektrum (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge-Eating-Störung) und Adipositas. Hierbei besteht eine enge Kooperation mit dem Ambulanzzentrum in der Altstadt (Aida) der Danuvius Klinik GmbH in Ingolstadt.

Voraussetzung zur tagklinischen Aufnahme ist ein Mindest-BMI von 15 kg/m². Die Behandlung setzt sich aus verhaltenstherapeutischen Einzelgesprächen, psychiatrischen Visiten, der Teilnahme an essstörungsspezifischen (Körper- und Theatertherapie), weiteren nonverbalen Therapien sowie Fertigkeitentraining zusammen.

Behandlungsziele

  • Aufbau einer regelmäßigen Essstruktur, Befähigung zum Einschätzen einer „richtigen“ Portionsgröße
  • Wiedererlangen von Freude am Essen
  • Abbau von Ess- und Brechanfällen
  • Entwicklung eines „Notfallkoffers“ mit Fertigkeiten zur Regulation von Ess- und Brechdruck
  • Modifikation einer Körperschemastörung
  • Vermittlung eines Krankheitskonzepts
  • ggf. Behandlung von komorbiden Störungen
  • “Experte in eigener Sache werden”

In verhaltenstherapeutischen psychotherapeutischen Einzelgesprächen wird hierbei der Fokus auf die Entwicklung von kurz- und langfristigen Strategien im Umgang mit der Essstörung (Notfallkoffer, Notfallplan, Essstruktur), automatischen Gedanken und dysfunktionalen Grundannahmen (kognitive Umstrukturierung), Strategien zur Emotionsregulation sowie dem funktionalen Umgang mit Rückfällen gelegt.

Das therapeutische Team in der Tagklinik Ingolstadt

  • Oberarzt: Dr. Stefan Schertl
  • Psychologische Psychotherapeutin: Beate Hofer
  • Psychologische Psychotherapeutin: Joana Jaberg