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Die Tagklinik der Danuvius Klinik Pfaffenhofen

Es stehen 15 teilstationäre Behandlungsplätze zur Verfügung.

Zielgruppe:

Wir behandeln Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen, für die ambulante Hilfe nicht mehr ausreicht, eine vollstationäre Unterbringung aber nicht nötig ist bzw. wenn dadurch ein vollstationärer Aufenthalt verkürzt werden kann. Aufgenommen werden Menschen mit allen Erscheinungsformen psychischer Erkrankungen, hierzu zählen unter anderen:

  • Depressionen
  • Ängste
  • Psychosen
  • psychosomatische Erkrankungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Anpassungsstörungen
  • Menschen in Krisensituationen

Aufnahmekriterien:

Voraussetzungen für eine teilstationäre Aufnahme sind Behandlungsbereitschaft und eine ausreichende Therapiemotivation.

Für Patienten, die aus der vollstationären in die teilstationäre Behandlung der Tagklinik überwechseln, sollte durch vorherige Beurlaubungen über Nacht und/oder über das Wochenende gewährleistet sein, dass sie in der Lage sind, ihren Alltag eigenverantwortlich zu bewältigen. Eine regelmäßige Teilnahme an den Therapien und das tägliche Einhalten der Therapiezeiten (Montag – Donnerstag 08.00 – 16.00 Uhr, Freitag 08.00 – 15.00 Uhr) ist selbstverständlich.

Ausschlusskriterien:

  • akute Suizidalität
  • schwere, hirnorganisch bedingte Störungen
  • im Vordergrund stehende Suchtproblematik
  • schwer geistig behinderte Patienten
  • altersverwirrte Patienten
  • pflegebedürftige Personen

Therapieziele:

  • Symptomlinderung (z.B. Antriebssteigerung, Stimmungsaufhellung, Interessenförderung, Schlafstabilisierung)
  • Stabilisierung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Förderung von Krankheitsverständnis und Umgang mit der Erkrankung
  • Förderung von Eigeninitiative und Selbstverantwortlichkeit sowie Erhöhung der Eigenaktivität
  • Erarbeitung eines emotionalen Zugangs zu aktuellen Lebenskrisen und Konflikten
  • Förderung der sozialen Kompetenz durch Vermeidung von Isolation und Erarbeitung von Kontaktmöglichkeiten
  • Erarbeitung realitätsgerechter und praktischer Lebens- und Zukunftsperspektiven (Rückführung an die Alltagsanforderungen zu Hause, in Beruf, Familie und Partnerschaft etc.)

Therapiebausteine:

  • Aufnahmegespräch mit einem Bezugstherapeuten
  • sorgfältige Diagnostik
  • Herausarbeiten der individuellen Therapieziele
  • Vermittlung von Informationen über das Krankheitsbild
  • Aktivierung zur Auseinandersetzung mit der Krankheit und deren Bewältigung
  • psychiatrische, ggf. auch psychopharmakologische und psychotherapeutische Behandlung
  • Vorbereitung auf die Entlassung
  • Hilfestellung zur Aufnahme oder Weiterführung einer ambulanten Therapie
  • Einbeziehung und Unterstützung der Angehörigen (z. B. im Rahmen der Angehörigenabende )

Das Therapieangebot im Einzelnen:

  • Einzel- und Familiengespräche mit dem Bezugstherapeuten
  • medikamentöse Therapie
  • pflegerische Betreuung (Bezugspflege)
  • milieutherapeutische Gruppen
  • kreativtherapeutische Betreuung
    • nonverbale Therapien: Ergotherapie , Kunsttherapie
    • körperbezogene Therapien : Yoga, Nordic Walking, Physiotherapie, Entspannungsverfahren
  • psychotherapeutische Gruppen:
    • Krankheitsbewältigungsgruppe zur Verbesserung von Krankheitsverständnis und -information
    • CBASP-Gruppen
  • sozialpädagogische Beratung und Unterstützung durch den Sozialdienst , z. B. in Form von
    • Hilfestellung zur Wiedereingliederung ins gesellschaftliche und berufliche Leben
    • Hausbesuchen
    • Vermittlung familienunterstützender Hilfen bei Patienten mit Kindern
    • Kontaktherstellung zu weiterbetreuenden, ambulanten sozialpsychiatrischen Diensten

Das Therapiekonzept:

Wir verstehen die Krankheitsentwicklung auch als die Behandlung in einem biopsychosozialen Kontext. In der Tagklinik legen wir besonderen Wert auf die Förderung oder Wiederherstellung der sozialen Inklusion, d.h. z. B. Unterstützung bei der Wiederaufnahme der Arbeit, Hilfen zur Lösung familiärer oder partnerschaftlicher Probleme, Hilfen bei Fragen rund um Kinder und Erzierhung etc., ggf. auch mit intensiver sozialpädagogischer Unterstützung.
Unsere Patienten sollen die Rückkehr in den Alltag lernen und dafür z. B. mit dem Bezugstherapeuten die Vermeidung eines Aufschiebeverhaltens und Problemlösungen erarbeiten.
Die Dauer der Behandlung beträgt voraussichtlich 4-6 Wochen; in Abhängigkeit von der Schwere der Erkrankung kann die Behandlungsdauer allerdings variieren.

Einen Behandlungsschwerpunkt stellen chronische depressive Störungen dar. Das “Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy” (CBASP) ist ein psychotherapeutisches Behandlungsverfahren, welches speziell für chronisch depressive Patienten/ Patientinnen entwickelt wurde. Sowohl Anteile verhaltenstherapeutischer Vorgehensweisen wie auch interpersonelle und psychodynamische Ansätze sind Teil des Verfahrens.

Wir haben in unserer Tagklinik ein CBASP-Gruppenprogramm etabliert, welches einen Zeitraum von 12 Wochen umfasst.

Das therapeutische Team:

Oberarzt:                          Dr. Gero Lammers
Stationsleitung Pflege:  Nikolaus Fröhlich

Anmeldung und Aufnahme:

Generell wird – auch bei Notfällen – um eine telefonische Voranmeldung unter der 08441/4059-0 gebeten. Vor der Aufnahme sollten die ambulanten Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sein und die teilstationär-psychiatrische Behandlungsnotwendigkeit durch den behandelnden Arzt festgestellt werden.

Die Anmeldung kann über niedergelassene Ärzte, die Psychiatrische Institutsambulanz oder die Stationen der Danuvius Klinik GmbH erfolgen. Vor der Aufnahme werden in einem Vorgespräch zwischen Patient und Therapeut der Tagklinik Indikation und Zielsetzung der teilstationären Behandlung abgeklärt. Für geplante Aufnahmen ist eine ärztliche Einweisung für eine teilstationäre Behandlung erforderlich. Für die vor der Aufnahme regelmäßig stattfindenden Vorgespräche bringen Sie bitte ebenfalls eine ärztliche Einweisung mit.
Falls nicht anders vereinbart, finden Sie sich bitte am Aufnahmetag um 08.00 Uhr in der Tagklinik ein.

Bei der Aufnahme ist die Anwesenheit der Angehörigen hilfreich. Wichtige Informationen zur Biographie und zum Krankheitsverlauf können direkt mit dem Arzt / Psychologen sowie der zuständigen Bezugspflegekraft ausgetauscht werden.