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Multiprofessionelle Therapie von Essstörungen

Wir bieten im Rahmen eines tagklinischen Aufenthaltes ein verhaltenstherapeutisch ausgerichtetes Therapieprogramm zur Behandlung von Essstörungen aus dem gesamten Spektrum (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge-Eating-Störung) und Adipositas. Hierbei besteht eine enge Kooperation mit dem Ambulanzzentrum in der Altstadt (Aida) der Danuvius Klinik GmbH in Ingolstadt.

Voraussetzung zur tagklinischen Aufnahme ist ein Mindest-BMI von 15 kg/m2. Die Behandlung setzt sich zusammen aus

  • verhaltenstherapeutischen Einzelgesprächen
  • psychiatrischen Visiten
  • der Teilnahme an essstörungsspezifischen (Körper- und Theatertherapie), weiteren nonverbalen Therapien sowie
  • Fertigkeitentraining.

Da Essstörungen häufig mit Problemen in der Emotionsregulation verbunden sind, legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf das Training von Fertigkeiten im interpersonellen, emotionalen und metakognitiven Bereich.

Weitere Schwerpunkte:

Achtsamkeit: “Aufmerksam” sein. Alles, was in einem selbst passiert (Körper, Emotionen, Gedanken, Umgebung) wahrnehmen (ohne zu bewerten).

Akzeptanz: Die Dinge sind so, wie sie sind, und nicht anders. Akzeptanz bedeutet allerdings nicht Dinge gutzuheißen.

Dialektik: Zu vielen Dingen des Lebens gibt es unterschiedliche Standpunkte. Dialektische Betrachtungsweise in der Psychotherapie bedeutet, dass sich das Verständnis für eine Erkrankung und Veränderungsprozesse daraus ergibt, nicht nur Nachteile einer Störung zu betrachten, sondern auch ihren Nutzen. Essstörungen können für Betroffene auch kurzfristig subjektiv positive Effekte aufweisen, Fasten beispielsweise Angst und Scham reduzieren, Essanfälle eine innere Anspannung dämpfen.

Werte: Werte sind Bereiche und Themen, die für einen Menschen wichtig sind und auf die er sein Leben ausrichten möchte. Krankheiten wie Essstörungen führen dazu, dass Werte aus dem Blickfeld geraten.

Lerntheoretischer Rahmen: Erlernen von Strategien und Prinzipien, um erwünschte Verhaltensweisen häufiger zu zeigen und unerwünschte Verhaltensweisen seltener zu haben.

Behandlungsziele:  

  • Aufbau einer regelmäßigen Essstruktur, Befähigung zum Einschätzen einer „richtigen“ Portionsgröße
  • Wiedererlangen von Freude am Essen
  • Abbau von Ess- und Brechanfällen
  • Entwicklung eines „Notfallkoffers“ mit Fertigkeiten zur Regulation von Ess- und Brechdruck
  • Modifikation einer Körperschemastörung
  • Vermittlung eines Krankheitskonzepts
  • ggf. Behandlung von komorbiden Störungen
  • “Experte in eigener Sache werden”

In verhaltenstherapeutischen psychotherapeutischen Einzelgesprächen wird hierbei der Fokus auf die Entwicklung von kurz- und langfristigen Strategien im Umgang mit der Essstörung (Notfallkoffer, Notfallplan, Essstruktur), automatischen Gedanken und dysfunktionalen Grundannahmen (kognitive Umstrukturierung), Strategien zur Emotionsregulation sowie dem funktionalen Umgang mit Rückfällen gelegt.

Kontakt:

Sollten Sie sich für unser Essstörungstherapieprogramm interessieren ist ein Vorgespräch erforderlich. Dies vereinbaren Sie bitte in unserer Psychiatrischen Institutsambulanz unter der 0841/9339800.

Weiterhin können Sie sich an den Danu e.V. sowie an das Ambulanz-Zentrum in der Altstadt wenden.